Heike Habermann und Dr. Judith Pauly-Bender, MdL, fordern Klarheit von der Landesregierung

Die örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Heike Habermann und Dr. Judith Pauly-Bender kritisieren die Ankündigung der hessischen Landesregierung, weitere drastische Einschnitte im Forstbereich vorzunehmen: „Noch vor der Landtagswahl wurde eine neue Strukturreform im Forst dementiert. Jetzt sollen die Forstbediensteten den Preis bezahlen für die vollkommen aus dem Ruder gelaufene Schuldenpolitik des Landes und die gescheiterte Umorganisation der Forstverwaltung in den Landesbetrieb Hessen-Forst“. Im Rahmen des vorgelegten CDU-Sparprogramms soll die Zahl der hessischen Forstämter von derzeit 85 um die Hälfte und die Zahl der Revierförstereien von derzeit 664 um ein Drittel reduziert werden, ein Einschlag, von dem auch die Forstämter in Langen und Rodgau betroffen sein könnten.

„Es ist unverantwortlich, wenn die Landesregierung ohne Konzept und Information, welches Forstamt aufgrund welcher Kriterien betroffen sein wird, an den Mitarbeitern vorbei zu Radikalkürzungen greift.“ Unruhe und verständliche Sorge im Forstbereich seien wieder einmal unter Verantwortung der CDU-Landesregierung die Folge. Um für Klarheit für Personal und die Kommunen vor Ort zu sorgen, haben die Abgeordneten Kleine Anfragen an die Hessische Landesregierung eingebracht. „Das Land muss klarstellen, ob und wie die örtlichen Forstämter und ihre Mitarbeiter von der Reduzierung betroffen sein werden, wie die Mehrarbeit in größeren Forstamtsbezirken und Revieren von dem Personal getragen und fachlicher Standard wie Qualität von Waldwirtschaft und Naturschutz sichergestellt werden sollen“, fordern die SPD-Politiker.

„Schon jetzt arbeiten die Forstleute am Rande des Leistbaren. Die hektischen Sparmaßnahmen, die eine Folge aus jahrelangen Versäumnissen sind, werden den Forstbereich besonders dramatisch treffen. Darunter wird nicht nur die Qualität der Forst- und Landschaftspflege leiden, auch dem Nachwuchs wird die Zukunft auf Jahre verbaut.“ Die Landtagsabgeordneten Heike Habermann und Dr. Judith Pauly-Bender versprachen sich für die örtlichen Forstbeschäftigten einzusetzen: „Ihr Fachwissen und die Qualität ihrer Arbeit hier im Kreis Offenbach muss bei allen organisatorischen Veränderungen auf jeden Fall erhalten bleiben. Betriebsbedingte Kündigungen lehnen wir entschieden ab.“