„Der geplante Abbau von 1.050 Stellen an Schulen wird auch im Kreis Offenbach mit Unterrichtseinbußen und massiven Qualitätsverschlechterungen an den Schulen einhergehen“, so das Zwischenfazit der SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Judith Pauly-Bender.
Zahlreiche Anschreiben von Eltern und Protestnoten von Schulelternbeiräten zeigen, dass auch im staatlichen Schulamt für den Kreis Offenbach Schönrechnereien und Statistik-Tricks der Landesregierung nichts nützen.

Nicht hinzunehmen ist, dass die Landesregierung ihre versprochene Priorität für die Bildungspolitik nun endgültig aufgegeben hat: Wegfallen soll über ein Drittel der im Kreis Offenbach erst in der letzten Wahlperiode geschaffenen Stellen!

„Erstaunlich“ findet die SPD-Landtagsabgeordnete, woher die Landesregierung die Gewissheit nehmen will, dass die wegfallenden Stellen durch die Erhöhung der Lehrerarbeitszeit ausgeglichen würden!
Sprachlehrer zu Physiklehrern umfunktionieren zu wollen, gehe auf Kosten der Qualität; Stundenerhöhung helfe werder im Falle der Erkrankung von Lehrkräften noch in Fällen der notwendigen Schwangerschaftsvertretung.
Wie das staatliche Schulamt für den Kreis zukünftig den notwendigen Unterricht auszugleichen gedenke, will Pauly-Bender nun im einzelnen wissen und startet mit Schulbegehungen und einer parlamentarischen Initiative zur Erhebung der konkreten Stellenlage an den Schulen des Kreises.

Im einzelnen will sie Schule für Schule im Kreis Offenbach wissen:

  1. Wie viele unzureichende Stundenzuweisungen des staatlichen Schulamtes haben die Schulen im Kreis Offenbach angemeldet?
  2. Wie viele Fehlstunden zur kompletten Umsetzung des Schulprogramms und der Fördermaßnahmen sind gemeldet worden?
  3. Wie viele Ersatzstunden können zugesagt werden bei eventueller Krankheit, Fortbildung o.ä.?
  4. Wie viele Lehrkräfte sind bereits heute KlassenlehrerInnen in zwei Klassen? Wie viele werden diese Doppelrolle in Zukunft haben?
  5. Wie viele Lehrkräfte arbeiten bereits heute länger?
  6. Wie viele Planstellen werden wegfallen nach den neuen Stellenstreichungen?
  7. Wie soll der Unterreicht zukünftig auf die verbleibenden Planstellen aufgeteilt werden?
  8. Wie viele Lehrkräfte werden fachfremden Unterricht geben müssen?
  9. Wie verlässlich sind die zukünftigen Schulzeiten für Schüler und Eltern?