Die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Judith Pauly-Bender, hat am Donnerstag in Wiesbaden die Erklärung des DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger begrüßt, eine Kampagne gegen Zwangsprostitution anlässlich der Fußball-WM zu unterstützen. Sie erwarte nun eine positive Stellungnahme des Hessischen Sportbundes.
Der Imagegewinn für Deutschland wäre enorm, wenn alle Fußballfreunde und Fußballfreundinnen, ob prominent oder nicht-prominent, zeigen würden, dass der deutsche Sport nicht nur für faires Verhalten in den Stadien stehe. „In Hessen wird es vor und während der WM eine breite Kampagne gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution geben, die auch in der Fläche und nicht nur rund um die Spielstätten laufen wird.“
Wie bei den WM-Kampagnen gegen Rassismus und gegen Drogen hoffe die SPD-Landtagsfraktion, dass die DFB-Parteinahme gegen Menschenhandel und Prostitution zu einer breit angelegte Kampagne für Menschenrechte und gegen die organisierte Schwerkriminalität werde, die von den Sportfunktionären auf alle Sportfans überspringe.
„Hierbei können alle Sportfunktionäre und Sportfunktionärinnen mithelfen. Wir müssen deutlich machen, dass die Achtung vor elementaren Menschenrechten bei uns einen hohen Stellenwert hat und wir alle auf die kompromisslose Verfolgung menschenrechtsverachtender Kriminalität größten Wert legen“, sagte Pauly-Bender.
Pauly-Bender verwies in diesem Zusammenhang auch auf die lobenswerte Kampagne des Landesfrauenrates Hessen und der hessischen Basisgruppen gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel.