Auf Einladung der sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Dr. Judith Pauly-Bender haben der Vizepräsident des Hessischen Landtages, Wissenschaftspolitiker der Landtagsfraktion sowie Bildungspolitiker der SPD-Kreistagsfraktion die Berufakademie Rhein-Main in Rödermark besucht.
Die SPD Landtagsfraktion will sich nach ihrer Ablehnung des hessischen Berufakademiegesetzes über die Praxis dieser Akademie für Wirtschaft und Wirtschaftsinformatik informieren:
„Die wachsende Nachfrage nach den Ausbildungsplätzen unserer Bildungseinrichtung wird nach Einführung der Gebühren für Hochschulausbildung sicher noch einen Schub bekommen. Dies war mein Anlass, zur Einladung der Kolleginnen und Kollegen,“ erläutert die örtliche Abgeordnete Judith Pauly-Bender.
„Vor dem Hintergrund des schwierigen Ausbildungsmarktes auch im Kreis Offenbach ist für uns natürlich jeder qualifizierte Beitrag zur Ausbildung von Interesse“ begründet der Vizepräsident des Hessischen Landtages Quanz seinen Besuch im Kreis Offenbach.
Das Land Hessen fördert den Ausbau der Berufsakademien neben den Fachhochschulen und Universitäten. So sollen auch Berufsakademien künftig Bachelor – Abschlüsse verleihen. Auch soll es hessischen Berufsakademien möglich sein, über das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, hauptamtliche Professoren zu berufen.
Umso mehr sorgen sich die Landtagsabgeordneten um die finanzielle Ausstattung der Hessischen Akademien durch das Land.
„Wir halten das Gesetz der Landesregierung nicht für der Weisheit letzter Schluss“, so der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Siebel, der insbesondere nicht einsieht, wieso der Zugang zu Hochschulen beispielsweise für Meister geöffnet werde, der Besuch einer Berufsakademie aber nur Abiturientinnen und Abiturienten vorbehalten bleiben solle.
Trotzdem oder auch umso mehr zeigten sich die Sozialdemokraten beeindruckt von der Auf- und Ausbauarbeit der noch immer ziemlich jungen Einrichtung in Rödermark. Bernd Albrecht, Geschäftsführer der dortigen Berufsakademie Rhein-Main, stellte in einem Vortrag das Konzept vor wobei er insbesondere auf die hohe Praxisorientierung sowie die individuelle Abstimmung mit den Partnerunternehmen hinsichtlich des Studienablaufs und der Schwerpunktssetzung hinwies. „Die sehr gute Qualität und das hohe Niveau der Ausbildung werden von den Unternehmen anerkannt,“ so Albrecht. Neben dem regelmäßigen Austausch mit allen Beteiligten sei auch die Transparenz des Studiums ein entscheidender Vorteil der Berufsakademie Rhein-Main gegenüber anderen Anbietern.
„Die Initiative der Kommunalpolitik war ein Schritt in die richtige Richtung“, resümiert Pauly-Bender, „dies zeigt sowohl der kontinuierliche Anstieg an Betriebspartnerschaften als auch die steigenden Studierendenzahlen der Berufakademie Rhein-Main.“
