Hainburg weiterhin ohne Lobby in CDU-Landesregierung

Weitere Ausweichverkehre durch die Ostkreiskommunen programmiert!

Die Kleine Anfrage der SPD-Abgeordneten Dr. Pauly-Bender zur verkehrspolitischen Lage in Hainburg hat die CDU Landesregierung in diesen Tagen beantwortet.
Die SPD Kommunalpolitiker Reining und Seipel zeigen sich wie die Abgeordnete Dr. Pauly-Bender sehr enttäuscht: “Wir hatten erwartet,“ so die SPD-Abgeordnete Dr. Pauly-Bender, „dass die regionalen CDU Vertreter für die Hainburger Bürgerinnen und Bürger bei ihren Wiesbadener Freunden endlich auch mal was für Hainburg bewegen. Tatsache ist das blanke Nichtstun und immer neue Ausreden”.

Die Sozialdemokraten und ihre Abgeordnete kritisieren, die Landesregierung beriefe sich auf Zahlen von 2000, deren Interpretation mit der Verkehrsinitiative im Streit läge. An anderer Stelle der Beantwortung würde mehrfach offen zugegeben, dass von den zuständigen Stellen trotz mehrerer Anlässe zwischenzeitlich gar keine neuen Zahlen erhoben worden sind! „Das kann doch wohl nicht angehen,“ schimpft Dieter Reining, „offenbar interessiert sich die Landesregierung überhaupt nicht mehr für uns“. Pauly-Bender hält es nicht für ausgeschlossen, dass das die Wiesbadener Antwort auf die in CDU Kreisen missliebige Bürgerabstimmung gegen die Hainburger Westtangente ist.
Ärgerlich macht die SPD-Politikerin, dass sich die Landesregierung vor Ort nicht moderierend einmischen will und Hainburg immer wieder nur die vermeintliche Entlastung Umgehung Westtangente anbietet. Deren größte Gewinner sehen Reining, Seipel und Pauly-Bender im Hanauer Raum, der die Limesbrücke als weiterer Zubringer von der und auf die A3 über den Hainburger Katzenbuckel nutzen will.
Will die Landesregierung die Hainburger verhungern lassen, weil sie sich in ihren CDU-Hochburgen zu sicher wähnt, oder trägt Bessel seinen Parteifreunden gar nichts mehr vor, fragt sich Pauly-Bender, wenn die Landesregierung nicht beantworten will oder auch kann, wie es weiter gehen solle?!
Die Prognose der Landesregierung, die Weststangente würde keine Ausweichverkehre anziehen, weil die Verkehre die schneller flüssigere Autobahn bevorzugen würden, ist für Pauly-Bender ein blanker Zynismus: Der Stau um die Kreisel von der A3 ab und auf die A3 ist ja gerade der Anlass für die drohenden Ausweichverkehre! Die Straßen durch Hainburg und die Straßen durch Seligenstadt und Froschhausen werden mit Sicherheit dann benutzt werden, wenn der Kreiselknotenpunkt zuläuft und die Pendler und Pendlerinnen dort eben gar nicht mehr weiterkommen. Diese Vermutung hatte der Staatssekretär Abeln seinerseits nicht abstreiten können als Pauly-Bender mit den Hainburgern Kommunalpolitikern in Wiesbaden vorgesprochen hatte.