Vertrauensbeweis für Dr. Pauly-Bender
Am gestrigen Abend haben die SPD Ortsvereine des Ostkreises Offenbach Dr. Judith Pauly-Bender aus Rodgau erneut in großer Einmütigkeit zur Direktkandidatin der SPD für den Wahlkreis 46 für die Landtagswahl am 27. Januar 2008 gewählt. Die bereits seit 17 Jahren dem Landtag angehörende Sozialpolitikerin freute sich über den großen Vertrauensbeweis und versprach alles daran zu setzen, mit der kommenden Landtagswahl Hessen wieder zu einem sozialdemokratisch geführten Land zu machen.
In ihrer Rede hatte Pauly-Bender zuvor ihre Schwerpunkte für die Landespolitik dargelegt. Dabei stand die Bildung in allen Lebensabschnitten an zentraler Stelle. Bildung sei, so Pauly-Bender, die beste Hilfe zur Selbsthilfe, wenn es um ein selbst bestimmtes und erfolgreiches Leben gehe, sowohl im privaten Raum als auch im Berufsleben. Dabei ging Pauly-Bender nicht nur auf die Betreuung von Unterdreijährigen und Ganztagsschulen ein, sondern bezog auch das Thema Studiengebühren, Ausbildungsplätze und berufliche Bildung mit ein. Weder die jungen BerufsanfängerInnen, noch die erfahrenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dürften von den Chancen auf Weiterbildung ausgeschlossen werden.
Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um das Kraftwerk Staudinger und den Klimawandel bekräftigte Pauly-Bender auch die Forderung nach mehr erneuerbarer Energie. Das Stützen gefährlicher oder umweltschädigender Energien nutze lediglich den Energiemonopolisten, nicht den Bürgerinnen und Bürgern. Außerdem liege in der Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energien eine wirtschaftliche Chance, die Hessen nutzen müsse. Die wirtschaftlich starke Rhein-Main-Region müsse sich auch in Zeiten des Wandels vorausschauend ihre Wirtschaftskraft erhalten, dürfe darüber aber auch nicht vergessen, dass sie nicht nur Arbeits- , sondern auch Lebensraum sei. Der Ballungsraum Rhein-Main bedürfe einer besonderen Entwicklung, die seine BürgerInnen mit einbezieht und die regionalen Bedürfnisse berücksichtige. Als ein Beispiel nannte Pauly-Bender hierzu die Verkehrssituation vor Ort: Das von Koch ausgerufene „staufreie Hessen“ könne mit Blick auf die täglichen Erfahrungen der AutofahrerInnen im Kreis Offenbach bestenfalls als Zynismus aufgefasst werden. Aber auch die ÖPNV-NutzerInnen könnten ein Lied davon singen, was es heißt, mit verspäteten oder ausfallenden Verbindungen von einem Ort zum nächsten zu kommen. Es müsse daher ein Generalmobilitätsplan für Hessen entstehen, der wisse, dass mit neuen Firmen auch neue zusätzliche Verkehrsströme verbunden seien und was es bedeute, täglich bis zu 4 Stunden Fahrtzeit von zu Hause zur Arbeit und wieder zurück zu haben.
Die CDU-Landesregierung habe in den vergangenen 8 Jahren bewiesen, dass sie diesen neuen Herausforderungen nicht gewachsen sei. Das ehemals in Vorbildfunktion für alle Bundesländer agierende Hessen sei in allen Bereichen unter Koch zurückgefallen. „ „Hessen vorn!“ war einmal bundesweit das Credo, welches Koch und die CDU seit 1999 nach und nach verspielt haben“, so Pauly-Bender, „Mit der Landtagswahl im Januar 2008 soll dies beendet werden. Hessen braucht wieder eine Regierung, die mit den Menschen zusammen eine wirtschaftliche und sozial ausgewogene Politik umsetzt!“
Unterstützung erfährt sie dabei durch Karin Hansen und Kai Gerfelder. Die erfahrene Seligenstädter Kommunalpolitikerin und langjährige SPD-Vorsitzende Karin Hansen wurde zur Ersatzkandidatin für den Wahlkreis 46 gewählt. Bereits bei den letzten Wahlen hatte Hansen die Ersatzkandidatur für Pauly-Bender übernommen, die beiden sind ein eingespieltes Team.
Als weiteren Kandidaten für die Landesliste der SPD nominierten die Sozialdemokraten den 31jährigen Politologen Kai Gerfelder aus Mainhausen. Als Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Gemeindeversammlung Mainhausen konnte Gerfelder bereits langjährige politische Erfahrungen sammeln.