Auf ihrer Bildungshomepage unter www.wissenwollen.de stellen die SPD Hessen und die SPD Landtagfraktion ihre bildungs- und schulpolitischen Vorstellungen im Internet vor. Unter www.wissenwollen.de findet man alle Bestandteile des „Hauses der Bildung“ – von der frühen Förderung, einem verpflichtenden letzten Kindergartenjahr als Vor-Schule, Grundschule und längerem gemeinsamen Lernen bis Klasse 10, einer reformierten Oberstufe, einer ausgebauten beruflichen Aus- und Weiterbildung und lebenslangem Lernen.
„Wir wollen das Prinzip eines differenzierten, auf das einzelne Kind abgestimmten Unterrichts in jeder Schule. Die SPD vor Ort unterstützt die Konzepte der Landes-SPD und wünscht sich eine zügige Umsetzung für die Schulen im Kreis Offenbach sobald wie möglich“ so die Rodgauer Landtagsabgeordnete Dr. Judith Pauly-Bender und erklärt weiterhin:
Nach den gebrochenen bildungspolitischen Wahlversprechen der CDU Regierung, nach einer Phase des bildungspolitischen Kaputtsparens sind grundlegend neue Weichenstellungen unter sozialdemokratischen Vorzeichen dringend: Nach dem Regierungswechsel in 2008 wird das sozialdemokratische Bildungs- und Schulkonzept wieder dafür sorgen, das Thema Bildung in den Mittelpunkt zu Rücken, Antworten auf Pisa geben, das dreigliedrige Schulsystem zu überwinden, um dafür zu sorgen, jedem Kind in Hessen, ob reich oder arm zu den Chancen zu verhelfen, die es braucht.
Gute Bildung sichert Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit. Umso wichtiger ist das im Regierungsprogramm enthaltene Prinzip, den Bildungshaushalt auf keinen Fall zur Finanzkonsolidierung heranzuziehen. Anders als die CDU-Landesregierung gilt für die Hessische Sozialdemokratie das Prinzip: „Keine Demographiedividende im Bildungsbereich.“ Und das heißt konkret: Die Zahlen der Schülerinnen und Schüler in Hessen mögen geringer werden, die Ausgaben für Bildung müssen trotzdem größer werden. Wir brauchen in Hessen keine Schulschließungen und Zusammenlegungen mit dem Rechenschieber gegen den Willen der Schulgemeinden, Eltern, die Frau Wolff den Schulträgern abgepresst hat. Im Gegenteil: Die Hessische Bildungslandschaft braucht neue Spielräume für mehr neuzeitliches pädagogisches Arbeiten im Interesse eines jeden Kindes.
Sinkende Schülerzahlen in Hessen als Folge des demographischen Wandels müssen als Chance zur Bildungsoffensive in Hessen genutzt werden. Sinkende Schülerzahlen sollen durch Einführung von neuen pädagogischen Konzepten, kleineren Klassengrößen und neuen Schulformen für eine Steigerung der Bildungsqualität genutzt werden. Die Schulgesetzgebung der CDU-Landesregierung ist unzeitgemäß und muss dringend geändert werden. Namentlich Schulschließungsforderungen nach dem Rechenschieber, wie sie die Kultusministerin von den Schulträgern abgepresst hat, dürfen in dieser Form nicht mehr vorkommen. Finanzpolitisch motivierte Tellersammlungen bei kleiner gewordenen Schulen sind in einer Zeit der Suche nach den besten pädagogischen Konzepten und besten pädagogischen Kollegienteams das schlechteste aller bildungspolitischen Signale.
Auf www.wissenwollen.de gibt es auch die Möglichkeit für ein Feedback zu den vorliegenden Vorstellungen der SPD-Landtagsfraktion. Bürger mit Internetzugang haben so die Möglichkeit, ihre bildungspolitischen Wünsche, Anmerkungen und ihre Kritik direkt los zu werden. Wer sein Einverständnis erklärt, dessen Beitrag veröffentlicht die SPD-Fraktion im Netz.