Die gestrige Plenarsitzung des Landtags stand im Zeichen einer heftigen Auseinandersetzung um den Staudingerausbau, der unsere Region wie kein anderes Thema bewegt. Für die CDU und ihre örtlichen Vertreter wurde diese Debatte zur Stunde der Wahrheit.

Ein Antrag, dem Kraftwerksprojekt entgegenzutreten und EON den dringend erforderlichen Schuss vor den Bug zu verabreichen, wurde von CDU und FDP niedergestimmt. Redner von SPD und Grünen hatten zuvor deutlich gemacht, dass der Bau eines Monster-Kraftwerks für die gesamte Region am östlichen Untermain verheerende Folgen zeitigen werde. Bei der Regierungspartei CDU stieß man damit freilich auf völlig taube Ohren.

Die SPD-Fraktion hatte wohlweislich eine namentliche Abstimmung beantragt. Dadurch ist aktenkundig geworden, dass alle drei CDU-Abgeordneten des Kreises Offenbach, insbesondere aber der örtliche CDU-Repräsentant Frank Lortz, am Votum gegen die Region aktiv mitgewirkt haben.

Dr. Pauly-Bender: „Diese Herren haben die Gelegenheit ungenutzt verstreichen lassen, sich von der Kraftwerksplanung zu distanzieren. Ich sehe mich durch dieses Verhalten in meiner Vermutung bestätigt, dass die Region von dieser Seite außer Nebelkerzen nichts Substantielles zu erwarten hat. Mehr denn je gilt es für die Bürgerschaft, kritisch zu bleiben und den politischen Tatsachen ins Auge zu sehen.“