Angesichts des Besuchs von SchulpolitikerInnen der CDU-Landtagsfraktion beim Staatlichen Schulamt Stadt und Kreis Offenbach werben die drei SPD-Landtagskandidatinnen des Kreises Offenbach, die Rodgauer Landtagsabgeordnete Dr. Judith Pauly-Bender, die Dietzenbacherin Ulrike Alex sowie Eva-Maria Tempelhahn aus Dreieich für einen bildungspolitischen Wechsel in Hessen:

Studiengebühren, LUSD-Debakel, Schulleiterkongress, Auslese, Schöpfungslehre, der Etikettenschwindel mit der „Unterrichtsgarantie Plus“ sowie der „G8-Stress“ werfen ein schlechtes Licht auf die Kochsche Schul- und Bildungspolitik. In Bundesländervergleichen rangiert die hessische Bildungspolitik auf Abstiegsplätzen. Um von all dem abzulenken sucht Roland Koch sein Heil im Angriff und in Täuschungsmanövern. Mit angeblich geplanten Gymnasialschließungen versucht er vom eigenen bildungspolitischen Totalversagen und den Schulschließungen unter seiner Regierungszeit abzulenken. Der Besuch der CDU beim Staatlichen Schulamt kurz vor der Landtagswahl kann nicht über die Ferne der CDU zu den tatsächlichen Bedürfnissen der Schulgemeinden hinwegtäuschen, die sich in fast 9 Jahren Kochscher Politik zunehmend gesteigert hat.
Die Rodgauer Landtagsabgeordnete Dr. Judith Pauly-Bender hatte in den letzten Jahren wiederholt Kritik geübt an der von Wiesbaden diktierten Schulentwicklung für den Kreis Offenbach, namentlich die Schulschließungen per Ordre de Mufti allein aus der Rechenschiebermethode begründet und gegen den Willen der Schulgemeinden, die fehlende Oberstufe an der IG Rodgau, der hinkende Ausbau der pädagogischen Nachmittagsangebote an den Grundschulen sowie der hinkenden Ausbau der Ganztagsangebote. „Die SPD steht für mehr echte Ganztagsschulen, für mehr Chancen für jedes Kind durch eine längere gemeinsame Beschulung und für ein Haus der Bildung, welches mit allen Beteiligten zusammen gebaut wird“, so Pauly-Bender, „Die CDU hat in ihrer Regierungszeit gezeigt wofür sie steht: für von oben diktierte frühe Auslese und Etikettierung, für eine bildungspolitische Ideologie, die in keinster Weise auf LehrerInnen, Eltern oder SchülerInnen eingeht.“
Landtagskandidatin Ulrike Alex kritisiert, dass die frühe Auslese und das Zurückbleiben vieler Kinder in diesem Einwegsystem nicht nur zutiefst ungerecht ist, sondern dass es dem Wirtschaftsstandort Hessen schadet und der wirtschaftlichen Entwicklung Ressourcen verschließt, die in der Zukunft dringend gebraucht werden. In diesem Zusammenhang weist sie darauf hin, dass durch die Einführung von Studiengebühren eine weitere soziale Bildungsbarriere aufgebaut wird, die für Kinder aus finanziell eingeschränkten Familien dazu führt, dass ein höherer Bildungsabschluss schon deshalb nicht angestrebt wird, weil die Finanzierbarkeit eines Studiums als nahezu aussichtslos erscheint.
So setzen Alex, Tempelhahn und Pauly-Bender auf einen Neustart der Hessischen Schulentwicklung nach pädagogischen Gesichtspunkten unter Rainer Domisch, dem bildungspolitischen Experten im Zukunftsteam von Andrea Ypsilanti. Der parteilose Domisch, Pädagoge und seit Jahren in der Leitung der obersten Schulbehörde des PISA-Siegerlandes Finnland, plädiert für eine Bildungsmentalität, die das Kind – und nicht die Institution – in den Mittelpunkt stellt.