Dr. Franz Alt, Journalist und Publizist, hat auf Einladung der SPD Hainburg und der SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Judith Pauly-Bender am 10.1.2008 im Rahmen eines gut besuchten SPD-Neujahrsempfanges in der Kreuzburghalle Hainburg / Klein-Krotzenburg gesprochen, um den Energieexperten Hermann Scheer und Andrea Ypsilanti zu unterstützen.
Thema des Abends war die dringende Notwendigkeit einer Energiewende.
Anlass vor Ort ist der drohende Ausbau des Kohlekraftwerkes Staudinger.
Für die SPD-Hainburg verwies Rolf Wich darauf, dass mit der Hessenwahl über das Projekt entschieden würde. Dr. Pauly-Bender bekräftigte, die Hessen-SPD mit Hermann Scheer und Andrea Ypsilanti an der Spitze wolle den Einstieg in erneuerbare Energien und keinen Ausbau überholter Produktionstechnologien.
Franz Alt, Träger zahlreicher Umweltpreise, und in der ganzen Welt als Fachjournalist renommiert, warb für eine 100-prozentige Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien.
Alt zeigte sich davon überzeugt, dass diese Energiewende, von der großen Mehrheit der Bundesbürger gewollt, viel schneller kommen werde, als viele heute noch vermuten. Es sei eine gerade in Hessen verbreitete Techniklüge, dass Energie aus Sonne und Wind nicht grundlastfähig wäre. Zum Glück seien erneuerbare Energie-Technologien aber auch viel schneller zu realisieren als ein Kohle- oder Atomkraftwerk mit bis zu 15 Jahren Planungs-, Genehmigungs- und Bauzeit. Ein Windrad oder eine Solaranlage ist in Tagen oder Wochen installiert, eine Biogasanlage in wenigen Monaten.
Spannende Zeiten also für Leitungs- und Netzbauer. Alt warb für die Energiewende vor allem mit den Argumenten eines neuen hoffnungsvollen Arbeitsmarktes und deutlich verbilligter Energiepreise für die breite Masse der Abnehmer. Die Hessische SPD mit Hermann Scheer habe richtig erkannt: Neue Netz- und Leitungsstrukturen bedeuteten viel Arbeit und viele neue Arbeitsplätze für diejenigen, welche die Zeichen der Zeit und die Chance der derzeitigen Energiekrise erkennen und diese auch nutzen wollen.
Im Übrigen ist für den aktiven Katholiken Alt das Thema einer grundlegenden Energiewende endlich auch in Deutschland und dem hinterherhinkenden Hessen ein Bekenntnis für eine humanere Welt ohne Kriege um Ressourcen und ohne die Gefahr vor Terrorakten gegen Atomkraftanlagen. Nur die Energiewende sichere die umweltpolitische Nachhaltigkeit, bringe den Einstieg des Risikoausschlusses vor Terrorakten, der Unabhängigkeit von den bislang Gas und Öl liefernden Staaten, und die beste Vorbeugung vor Kriegen um Ressourcen. Für Franz Alt sind die Themen neue Energien, Wohlstand, Arbeit, Risikoausschluss und Weltfriede verbunden.
Alt zum Ende seines Vortrages sinngemäß: Die Politik in Hessen und Deutschland müsse endlich den Fuß von der Bremse nehmen: Sowohl beim Weltenergierat in Paris wie auch beim Weltklimarat der UNO herrsche die Meinung vor, dass die Zukunft den Erneuerbaren Energien gehört. Und hoffnungsvoll stimmt: Über 80 Prozent der Deutschen stimmen dieser These zu
