“Auch junge Menschen aus finanziell schwächeren Familien hier im Ballungsraum sollen gleiche Chancen auf einen Hochschulabschluss haben”
Die Rodgauer Landtagsabgeordnete Dr. Judith Pauly-Bender geht davon aus, dass die Abschaffung der Studiengebühren in dieser Woche im Hessischen Landtag mehrheitlich beschlossen und bereits zum Wintersemester umgesetzt wird:
„Studiengebühren sind sozial ungerecht und volkswirtschaftlich schädlich. Sie halten junge Menschen vom Studium ab, insbesondere diejenigen aus finanziell benachteiligten Familien und insbesondere hier in unserem ohnehin mit hohen Lebenshaltungskosten belasteten Ballungsraum. Deutschland braucht aber für den internationalen Wettbewerb mehr Hochschulabsolventen, nicht weniger. Andrea Ypsilanti und die hessische SPD haben daher im Landtagswahlkampf die Abschaffung der von der Koch-Regierung eingeführten Studiengebühren angekündigt und gleich nach der Wahl zusammen mit den Grünen ein entsprechendes Gesetz eingebracht. Ich bin zuversichtlich, dass sich eine Mehrheit für die Abschaffung der von der CDU eingeführten Studiengebühren findet. Wir wollen Chancengleichheit. Das individuelle Können und die individuelle Leistung soll darüber entscheiden, wer studieren kann und nicht der Geldbeutel der Eltern.“
Die wegfallenden Studiengebühren werden nach dem Gesetzentwurf den Hochschulen aus Mitteln des Landes vollständig ersetzt. Pauly-Bender: „Wir wollen die Studienbedingungen weiter verbessern und investieren daher mehr Landesmittel in die Lehre. Außerdem werden die Hochschulen gesetzlich verpflichtet, die Studienberatung auszubauen und den Studierenden zu helfen, die Regelstudienzeit einzuhalten.“ Auch die Langzeitstudiengebühren sollen mit diesem Gesetz abgeschafft werden. Um eine missbräuchliche Nutzung des Studierendenstatuts zu vermeiden, sollen stattdessen zukünftig die Studienfortschritte regelmäßig dokumentiert werden.