aus Anlass der Berufung von Thorsten Schäfer-Gümbel zum neuen Spitzenkandidaten der Hessischen SPD zur Neuwahl am 18.1.2009
(in Auszügen)
Liebe Genossinnen und Genossen,
(…)
Unsere Lage vor den Neuwahlen ist geprägt von dem unbedingten Willen unserer politischen Gegner, die hessische SPD zu zerstören. Hierbei geht es beileibe nicht nur um die landespolitische Macht allein, sondern inzwischen auch um die Bereinigung der Verhältnisse auf anderen Politikfeldern, dabei durchaus auch um das Gewicht der Parteien in den Städten und Gemeinden.
Liebe Genossinnen und Genossen, wenn Personen und Programm der Hessischen SPD bekämpft und wortwörtlich genommen bedroht werden, die die Bestätigung von 95,4 % unserer demokratischen Gremien erfahren haben, hält die SPD zusammen. Nur so sind wir über140 Jahre alt geworden. (…)
(…)
Lasst uns weiter für unsere sozialdemokratischen Inhalte kämpfen, die wir mit Andrea Ypsilanti durchgesetzt haben, von der Absage an die großen Kohleprojekte, über Mindestlohn und Arbeitnehmerrechte, Flächentarifvertrag und gegen weitere Privatisierungswellen, gegen Sonderopfer der Beamten und Leiharbeitsfirmen, die nur zur Tarifflucht gegründet werden, für Ganztagsschulen und frei zugängliche Universitäten, gerechte Bildungschancen und neue Räume für pädagogisches Denken, für die Wiederherstellung einer sozialen Kultur in Hessen, für eine offene Integrationskultur und, wenn ich hinzufügen darf: für die im Koalitionsvertrag auch durchgesetzte Umsetzung unseres kompletten frauenpolitischen Programms.
Wir haben am 27.1.2008 gesehen, dass wir uns mit diesem Programm aus einem langjährigen Tief erhoben haben. Wir wissen, dass wir das Andrea zu danken haben, die das, was andere uns eingebrockt hatten, mit ihrem Einsatz wieder in Ordnung gebracht hat. Wir sind zuversichtlich, dass die Wählerinnen und Wähler dieses Programm wollen.
Nicht zuletzt Thorsten Schäfer-Gümbel hat unsere Unterstützung verdient. Thorsten kenne ich seit Jahren als politisch integer und programmfest. Ich habe ihn immer für einen Hoffnungsträger in Hessen gehalten und es ehrt ihn, auf Andreas Wunsch jetzt diese Rolle zu übernehmen. (…) Wir dürfen sicher sein, dass Thorsten, wie er es formuliert, nicht nur seine ganz eigenen Fußspuren hinterlassen will, sondern auch hinterlassen wird.
Mit entschlossenem sozialdemokratischem Gruß,
Eure Judith Pauly-Bender