Problembehaftetes G8 muss wieder abgeschafft werden!

„Die hessischen SPD-Landtagsabgeordneten sind mit den Schülerprotesten in diesen Tagen, die sich für eine neue Bildungspolitik einsetzen“, sagt die Rodgauer Landtagsabgeordnete Dr. Judith Pauly-Bender anlässlich der heutigen Schüleraktionen in Hessen. Die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, die Verkleinerung der Klassenstärken sowie ganz besonders die Abschaffung von G8, wie von den Schülerinnen und Schülern gefordert, seien seit langem Teile einer anderen Bildungspolitik, wie sie die SPD für Hessen wolle.

In den vergangenen Jahren haben Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer und Lehrerinnen bereits mehrfach ihren Protest gegen die bestehende Bildungspolitik kundgetan. „Die erneuten Demonstrationen in diesen Tagen machen deutlich, wie dringend die Probleme in der Schul- und Bildungspolitik sind und wie sehr ein Wechsel in der Bildungspolitik gewünscht wird,“ so die Abgeordnete.
„Es ist an der Zeit, endlich eine qualitativ gute und durchdachte Bildungspolitik umzusetzen, anstatt an Überholtem festzuhalten oder weitere voreilige Experimente vorzunehmen, die letztlich Schülerinnen und Schüler ihrer Chancen berauben bzw. sie vor ungelöste persönliche Probleme stellen!“ sagt die Abgeordnete. Deutlich werde dies zum Beispiel bei der ungeklärten Frage des Abgangs bzw. Schulwechsels am Ende der Mittelstufe im Rahmen von G8, ein Problem auf das die Abgeordnete dieser Tage öfters von Betroffenen angesprochen wird. „Früher besaß man nach Abschluss der 10. Klasse eines Gymnasiums die Befähigung zum Besuch einer gymnasialen Oberstufe auch z.B. eines beruflichen Gymnasiums oder zur Aufnahme einer Ausbildung mit entsprechenden Voraussetzungen,“ erinnert die Abgeordnete, „Bei den Schülerinnen und Schülern eines G8-Gymnasiums, die nun bereits zum Ende der 9. Klasse die Mittelstufe verlassen, ist dies nicht automatisch der Fall. Die Anerkennung der Befähigung zum Wechsel in die Oberstufe eines beruflichen Gymnasiums oder zur Aufnahme einer Ausbildung in G8 ist bisher nicht letztlich geregelt, und muss erst im Einzelfall geprüft werden, wie das Hessische Kultusministerium bestätigt.“