Die Rodgauer Landtagsabgeordnete bekräftigt ihre Ablehnung des geplanten Ausbaus des Kohlekraftwerks Staudinger: „Ich werde mich auch weiterhin mit aller Kraft gegen den geplanten Ausbau von Staudinger stellen! Wie auch immer die Konstellation im Hessischen Landtag zukünftig sein wird, als Abgeordnete werde ich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger gegen den Ausbau kämpfen.“
Sie als örtliche Abgeordnete und nicht zuletzt ihrem Drängen folgend Landtagsfraktion und Landespartei der SPD Hessen haben sich bereits zu einem frühen Zeitpunkt gegen den geplanten Ausbau ausgesprochen und dabei bleibe es auch, so Pauly-Bender. Zum einen, weil der Ausbau bzw. Neubau von Kohlekraftwerken aus ökologischen Gesichtspunkten nicht vertretbar sei, zum anderen aber auch wegen der hohen Gesundheitsbelastungen, die ein Kohlekraftwerk mit sich bringe. Die Abgeordnete befürchtet, dass für die im Umkreis des Kraftwerks lebenden Menschen im Falle des Ausbaus durch die erhöhte Schadstoffbelastung unkalkulierbare gesundheitliche Risiken entstehen.
Bei der Verbrennung von Steinkohle werden diverse Schadstoffe freigesetzt, die erwiesenermaßen sowohl Umwelt wie auch Gesundheit schädigen, wie zum Beispiel Kohlenmonoxid, Stickstoffdioxid, Feinstaub, Arsen, Schwefeldioxid, Chlorverbindungen, Nickel, Blei, Cadmium, und Quecksilber. „Selbst wenn die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Grenzen eingehalten werden sollten, ist es weder umwelt- noch gesundheitsverträglich. Die ausgestoßenen großen Mengen an Feinstaub bedeuten für die Bürgerinnen und Bürger nach Aussagen von Ärzten ein erhöhtes Risiko an Lungenerkrankungen und Asthma sowie Herz-Kreislauf-Problemen. Zudem besteht der Verdacht, dass Feinstaub das Lungenkrebsrisiko erhöht. Viele Ärzte sprechen sich daher gegen den Bau von Kohleheizkraftwerken aus, weil sie für die Bevölkerung in der unmittelbaren Umgebung ein hohes Gesundheitsrisiko darstellen. Anstatt also neue Kraftwerke zu bauen oder bestehende weiter auszubauen, sollte man lieber die umwelt- und gesundheitsverträglicheren Alternativen im Bereich der Erneuerbaren Energien angehen,“ so Pauly-Bender abschließend.