– Auskiesungserweiterung soll Erholungseignung des Kiesseerundganges ungetrübt lassen!
Die SPD Landtagsabgeordnete hat sich die Augen gerieben, als Sie von der Landesregierung die Antwort erhielt, die beantragte Erweiterung der Auskiesungsfläche lasse nach dem Dafürhalten der staatlichen Behörden die Erholungseignung des Kiesseeareals ungetrübt.
Leider wollte die Landesministerin Lautenschläger sich das Ganze vor Ort allerdings nicht anschauen. Eine entsprechende Einladung der SPD-Abgeordneten Pauly-Bender hat sie brüsk abgelehnt. „Schade“, meint Pauly-Bender, „da wird vom grünen Tisch entschieden, keiner macht sich die Mühe vor Ort zu erleben, was in den Jahrzehnten alles schon zerstört worden ist, rund um den Kiessee.“ Nur deshalb sei die unsensible Antwort der Ministerin möglich, die behaupte, erholungseinschränkend könne eine Kiesseeerweiterung auf der dem Badebetrieb abgekehrten Seite gar nicht sein?!
„Offenbar will die Landesregierung außer vom Badebetrieb nichts wissen von Erholung, nichts von Spaziergängern, Eltern mit Kinderwagen, Fahrradfahrern, Gassigängern, Joggern, Nordicwalkern“, stellt Pauly-Bender konsterniert fest, „offenbar will die Ministerin alle die nicht Baden wollen, in die Autos treiben, damit sie in den Wald fahren!“
Zum heiklen Thema des Trinkwasserschutzes wollte die Landesregierung leider noch gar nichts sagen. Die diesbezüglichen Untersuchungsergebnisse des Landesamtes für Umwelt und Geologie stünden noch aus. Pauly-Bender hofft, dass sich hier noch etwas tut.
Jedenfalls scheint der Landesregierung die Naherholung definitiv kein Abwägungsgegenstand zu sein, fasst Pauly-Bender bitter zusammen. Den Rodgauerinnen und Rodgauern, den das nicht passt, bliebe jetzt nur noch, sich in den Kiessee zu stürzen!
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