Die Rodgauer Landtagsabgeordnete Dr. Judith Pauly-Bender erkundigte sich mit einer Kleinen Anfrage beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung über den Ausbaustand der medientechnologischen Infrastruktur in den Kommunen des Kreises. Dabei interessierte die SPD-Landtagsabgeordnete insbesondere die verbraucherpolitische Komponente wann Hochgeschwindigkeitsinternet und damit auch internetvermitteltes „Fernsehen in neuer Dimension“ (T-Home) für die Nutzer und Nutzerinnen in den Kommunen des Kreises zur Verfügung stehen würden. Für diese Dienste bedarf es nach Auskunft der Deutschen Telekom mindestens einer Datenübertragung von 16 MBit/s (ADSL2+).

Die Abgeordnete teilt mit der Hessischen Landesregierung die Auffassung, dass sich breitbandige Internetzugänge zu einem Grundbestandteil der regionalen Infrastruktur entwickeln. Lege der Fernsehkonsument zukünftig auf eine zeitautonome Abrufung von Filmen und Nachrichten Wert, komme es für viele mittelständische Unternehmen, vom Architekturbüro bis hin zu gewerblichen Unternehmen auf die Highspeed-Upload-Leistung der Angebote an. Einige Makler im Landkreis gaben der Landtagsabgeordneten Hinweise, dass die Leistungsfähigkeit der DSL-Angebote längst über die Nachfrage von Gewerbegrundstücken, dem Verbleib privater oder gewerblicher Mieter an einem Standort oder erst recht dem Kauf von Immobilien entscheidet.
Wichtig erscheint Pauly-Bender der Hinweis der Landesregierung, die Verbraucher mögen sich um sogenannte Vormerkungseinträge bei der Deutschen Telekom bemühen, um dem möglichen Kunden ihr Interesse an einem speziellen Dienst zum Ausdruck zu bringen. Wirtschaftminister Posch geht davon aus, dass der Investitionsanreiz von der Anzahl potentieller Kunden beeinflusst wird.
Deprimierend sind die Auskünfte der Hessischen Landesregierung auf die Frage wie lange die einzelnen Kommunen schlechtestenfalls auf ihr Fernsehen in neuer Dimension warten müssen. Die hierfür benötigte Datenübertragung von 16 MBit/s steht zum derzeitigen Zeitpunkt in den Kommunen des Kreises zu durchschnittlich 10% zur Verfügung, im Einzelnen gespreizt von 0% in Mainhausen, 8% in Rodgau und immerhin 19% in Obertshausen.

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