„Die Entscheidung für den Verbleib des Amtsgerichts Seligenstadt ist die einzig vernünftige Entscheidung für die Gerichtsbarkeit, die Region und die Staatkasse. Jetzt hoffe ich, dass das Bleiben des Amtsgerichts nicht noch als politische Wohltat verkauft wird. Die Unruhe innerhalb des Personals und der Anwaltschaft war schädlich und überflüssig“, wertet die sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Pauly-Bender den Ministerspruch vom heutigen Tag.

Mit zwei Interventionen an Staatsminister Hahn hatte die sozialdemokratische Abgeordnete während des Prüfverfahrens im Hessischen Justizministerium darauf hingewiesen, dass das Seligenstädter Amtsgericht vor wenigen Jahren eigens für die Justizbedürfnisse mit Steuergeldern erbaut wurde. „Kein Bürger hätte jetzt nachvollziehen können, dass auf den Neubau von Gerichtsälen und einem Hochsicherheitszellentrakt jetzt ein Umzug angeordnet worden wäre, auf den hin der hessische Steuerzahler das Amtsgerichtspersonal an einem anderen Standort wieder neu hätte „einmieten“ müssen“ resümiert Pauly-Bender den ganzen Vorgang.

FDP und CDU sollten sich nach Auffassung der sozialdemokratischen Abgeordneten jetzt auch in der Region zurückhalten, ein „rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln und wieder rein in die Kartoffeln“ als ihren politischen Verhandlungssieg für Seligenstadt im Streit der Gerichtsstandorte Hessens untereinander zu würdigen.