Die Rodgauer Landtagsabgeordnete Dr. Judith Pauly-Bender bittet die Hessische Landesregierung um eine kurzfristige Stellungnahme zu den von verschiedenen Umweltschutzorganisationen vorgetragenen Befürchtungen bezüglich der Quecksilbereinleitung in den Main durch Staudinger Block 6. Die Deutsche Umwelthilfe hat sich bereits beschlossen, gegen die wasserrechtliche Genehmigung des Block 6 Klage einzureichen, laut Presseberichten wollen nun auch der BUND Hessen sowie der BUND Bayern gegen die der wasserrechtlichen Genehmigung zugrundeliegenden Interpretation des Regierungspräsidiums hinsichtlich der zulässigen Quecksilber-Grenzwerte vorgehen.
Pauly-Bender möchte daher von der Landesregierung wissen, ob diese zum heutigen Zeitpunkt mit Sicherheit ausschließen kann, dass die Befürchtungen der Umweltverbände, der Wasserzustand können sich verschlechtern, unzutreffend sind und wie sie die Position der Verbände, dass auf Grund von neuen EU-Richtlinien heute schon andere Grenzwerte für die Einleitung von quecksilberhaltigem Wasser in den Main gelten müssten, bewertet. Die SPD-Abgeordnete hat sich entsprechend mit einem Auskunftsersuchen an die Landesregierung gewendet, welches außerdem danach fragt, welche ökologischen Folgen bei zu hohen Quecksilbereinleitungen im Einzelnen zu befürchten sind und welche Folgenbeseitigungsmaßnahmen im Falle unzuträglicher Quecksilbereinleitungen in den Main überhaupt denkbar wären, bzw. wer diese auf wessen Kosten durchführen können würde?
„War nicht eigentlich geplant, die Wasserqualität des Mains zugunsten seines Ökosystems schrittweise zu verbessern?“ so Pauly-Bender anlässlich der Befürchtungen der Umweltverbände um die Quecksilbereinleitung in den Main durch Staudinger Block 6 und bittet daher die Landesregierung auch darum, die schrittweise Entwicklung der Wasserqualität des Mains in den letzten 20 Jahren in Folge der verschiedenen Maßnahmen darzustellen.